Patientensicherheit

Zur Erhöhung der Patientensicherheit setzen immer mehr Krankenhäuser RFID-Patientenarmbänder zur Identifizierung und Lokalisierung ihrer Patienten ein. Bei Aufnahme in die Klinik erhält der Patient ein Patientenarmband mit integriertem RFID-Chip, auf dem seine individuelle Patientennummer gespeichert wird. Die persönlichen Daten und die Krankenakte des Patienten werden unter dieser speziellen Patientennummer auf dem Server des Krankenhauses gespeichert.

Der behandelnde Arzt oder das Pflegepersonal kann nun die Patientennummer des RFID-Patientenarmbands mit Hilfe eines Pocket- oder Tablet-PC’s, der mit einem RFID-Reader ausgestattet ist, auslesen. Dazu hält er den Tablet-PC in die Nähe des Patientenarmbands. Mit dem mobilen Lesegerät erfolgt dann direkt per WLAN-Funkverbindung ein Zugriff auf die gespeicherten Patientendaten des Krankenhausservers. Falls zusätzlich zur Patientenakte ein Foto des Patienten zur Verfügung steht, hat der behandelnde Arzt auch sofort einen optischen Abgleich, ob es sich um den richtigen Patienten handelt, ein zusätzliches Mittel, um einer Verwechslung vorzubeugen.

Jeder Patient kann somit vor einer Transfusion, Medikation oder Operation – unabhängig von seinem Wachheitszustand - anhand seines Patientenarmbands eindeutig identifiziert werden. Verwechslungen werden damit ausgeschlossen. Der Arzt oder das Pflegepersonal kann Besonderheiten wie Allergien oder Unverträglichkeiten sofort einsehen, wodurch die Gefahr einer Fehlmedikation stark minimiert wird.

Auch beim Schutz von Neugeborenen gegen Verwechslung oder Entführung ist der Einsatz von Patientenarmbändern mit RFID-Technologie sinnvoll. Mütter und Neugeborene erhalten direkt nach der Geburt passende RFID-Patientenarmbänder. Beim Verlassen der Klinik wird überprüft, ob die Daten der Patientenarmbänder von Mutter und Kind zueinander passen, ansonsten könnte das RFID-System einen Alarm auslösen. Auch der Zutritt zu Säuglingsstationen kann mit Patientenarmbändern kontrolliert werden. So erhalten neben dem Krankenhauspersonal nur die Mütter Zutritt zu den Neugeborenen, was die Patientensicherheit, in diesem Fall die Sicherheit der Babys ebenfalls erhöht.  

Der Vorteil von RFID-Patientenarmbändern gegenüber herkömmlichen Patientenarmbändern mit Barcode-Beschriftung liegt vor allem darin, dass sie gegen Feuchtigkeit und Zerkratzen umempfindlich sind und somit nicht unleserlich werden können. Ein zweiter Punkt ist, dass RFID-Patientenarmbänder auch ohne direkte Berührung, z. B. durch Bettdecken oder Kleidung hindurch gelesen werden können, wodurch der Patient weniger gestört wird.